WIRTSCHAFT

Freitag, 18. Mai 2012

Soziale Gerechtigkeit als beste Gewaltprävention

Soziale Gerechtigkeit als beste Gewaltprävention

Nur die neuesten Forschungsergebnisse knapp und verständlich zu präsentieren, genügt Bauer aber nicht. Fast genauso viel Platz räumt er dem Aspekt ein, welchen Beitrag Ökonomie, Politik und Gesellschaft zur Entstehung von Aggression und Gewalt leisten. Bauer überträgt die Erkenntnisse aus der Hirnforschung auch auf den globalen Maßstab. Die Ungleichverteilung von Lebenschancen und Reichtum auf der Welt werden ihm zufolge von den Menschen ebenfalls als Ausgrenzung und Demütigung wahrgenommen. Daher sei soziale Gerechtigkeit die beste Gewaltprävention.
 
Buch:
Joachim Bauer: Schmerzgrenze. Vom Ursprung alltäglicher und globaler
Gewalt.  München: Blessing, 2011, 290 S. 
 

Dienstag, 1. Mai 2012

Zehn Mythen der Krisen

Die Turbulenzen um Banken, Staatsschulden und den Euro verwirren Politiker, Journalisten und Bürger – es hat den Anschein, als sei Hysterie ein Rohstoff der Kasinoökonomie. Dabei sind viele Mythen in Umlauf: Wird Deutschland zum Zahlmeister Europas? Leben wir wirklich über unsere Verhältnisse? Oder hat die Krise ganz andere, komplexere Ursachen? Heiner Flassbeck wirft einen anderen und provokanten Blick auf das ökonomische Desaster, das Europa derzeit in Atem hält.
http://www.suhrkamp.de/buecher/zehn_mythen_der_krise-heiner_flassbeck_6220.html

Montag, 5. März 2012

Bürgerbeteiligung

Direkte Demokratie, Mitbestimmung, Bürgerbeteilung - Begriffe, die
in den letzten Jahren vermehrt an Bedeutung gewonnen haben.
Die neuen Medien, das soziale Netz, bieten dazu Gelegenheit. In der
Vergangenheit war die Informationsbeschaffung und die
Informationsverteilung primär in Händen der
professionellen Journalisten und der etablierten Medien. Diese
Wirklichkeit hat sich gänzlich verändert. Der Empfänger von
Information ist heute zum Verteiler von Information
geworden. Weblogs, Videoplattformen, Seiten für Radiobeiträge,
Plattformen zur Präsentation von Bildern, die sozialen Medien wie
Facebook und Twitter - all dies ist eine
neue Wirklichkeit. Und diese Werkezeuge werden auch die politische
Realität verändern. Am Beispiel von Wikileaks und von
Petitionsplattformen ist ersichtlich, wie
die neuen Medienwerkzeug die Realität mitbestimmen können. Kein
Politiker kann sich leisten, dies zu ignorieren.
Dazu noch ein Buchtipp:
Die Weisheit der Vielen – Warum Gruppen klüger sind als Einzelne
(Originaltitel: The Wisdom of Crowds. Why the Many Are Smarter
Than the Few and How Collective Wisdom Shapes Business, Economies,
Societies and Nations
) ist der Titel eines Buchs von James Surowiecki, das 2004 erschienen ist. Er
argumentiert darin, dass die Kumulation von Informationen in Gruppen
zu gemeinsamen Gruppenentscheidungen führen, die oft besser sind als
Lösungsansätze einzelner Teilnehmer. Das Buch präsentiert zahlreiche
Fallstudien und Anekdoten, um seine Argumentation zu illustrieren.
Dabei werden viele Fachgebiete berührt, hauptsächlich aber die Ökonomie und die Psychologie.
Weiterlesen auf http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Weisheit_der_Vielen
Zum Buch
http://www.amazon.de/Die-Weisheit-Vielen-James-Surowiecki/dp/3570006875

Kommentar zum Buch
Schon lange hatte der Wirtschaftsjournalist James Surowiecki den Verdacht, dass Gruppen klüger sind als Einzelne. Und auch, wenn sich ohne Mühe zu Hauf Beispiele kollektiven Scheiterns aufführen lassen: Die Weisheit der Vielen belegt nicht nur sehr schlüssig, dass richtig zusammengestellte und nach den richtigen Entscheidungsregeln handelnde Gruppen in aller Regel tatsächlich bessere Erfolgvoraussetzungen haben, als Individuen. Er zeigt vor allem, und das wird Manchen dann doch überraschen, dass die oft so verschmähte "Masse" unabhängig voneinander agierender Einzelner bessere Problemlösungen produziert als individuelle Entscheider, wenn sie darauf vertrauen kann, dass ihr Wort tatsächlich etwas zählt.

Dafür führt der Autor des ebenso tiefsinnigen wie andererseits auch amüsanten Buches zahlreiche Belege aus sämtlichen Gesellschaftsbereichen an. So verweist er etwa darauf, dass in der sehr erfolgreichen Fernsehshow "Wer wird Millionär" die individuellen "Telefonjoker" zu 65 Prozent die richtige Antwort parat haben, der Publikumsjoker aber in 91 Prozent der Fälle. Seit langem weisen Wissenschaftliche Untersuchungen in diese Richtung. Surowiecki berichtet hier unter anderem von einem Versuch der Soziologin Kate H. Gordon, die rund 200 Studenten Objekte nach ihrem Gewicht reihen ließ: Zu 94 Prozent erwies sich die Gruppenschätzung als zu 94 Prozent richtig und (abgesehen von wenigen Ausnahmen) besser als jede der individuellen Schätzungen. In einem anderen Versuch bestand die Aufgabe darin, zehn Häufchen grober, auf einem weißen Karton aufgeklebter Schrotkörner, die sich in ihrer Größe nur geringfügig unterschieden, der Größe nach zu ordnen. Auch hier erreichte die Genauigkeit der Gruppenschätzung 94,5 Prozent…

Von diesen Phänomenen ausgehend hat Surowiecki nach Beispielen im wirklichen Leben gesucht. Und er ist dabei auf verblüffende Zusammenhänge gestoßen, die sich nach seiner Überzeugung nicht nur Unternehmen, sondern die Gesellschaft überhaupt zu Nutze machen sollte. Bei alldem blendet der Autor die Tatsache, dass auch Gruppen bisweilen grandios irren, nicht einfach aus, sondern nimmt solche Beispiele zum Anlass, nach den Gründen solchen Scheiterns zu fragen. Wirklich lesenswert! --Alexander Dohnberg

Dienstag, 21. Februar 2012

Ökologischen Einkauf regional umsetzen und finanzieren

ÖkoKauf Wien ist ein gutes Beispiel, wie schon heute in öffentlichen
Institutionen mittels Kriterienkatalogen bewusst eingekauft wird.
Wien gibt jährlich rund fünf Milliarden Euro für Produkte und
Dienstleistungen aus. Dabei ist es wichtig, dass Geld immer mehr ein
"Mascherl" bekommt und nur noch für umweltfreundliche,
gebrauchstaugliche, qualitative, dem ArbeitnehmerInnenschutz
entsprechende Leistungen ausgegeben wird. Die beteiligten Menschen
gehen dann auch privat sensibler mit ihrer wirtschaftlichen Umwelt
um.


Dieses System des geplanten Einkaufes würde ich noch ausbauen, um
für grundlegende Leistungen des täglichen Gebrauchs regionale
Güter- und Geldkreisläufe zu schaffen. Diese standardisierten,
einer laufenden Qualitätskontrolle unterliegenden Abläufe geben
die Sicherheit, um in einer globalisierten Welt bestehen zu
können. Was wäre ein Griechenland mit funktionierender regionaler
Wirtschaft. Es könnte sich ohne Probleme aus dem internationalen
Handel zurückziehen und sich konsolidieren. Der irreale
Überschwang der internationalen Märkte könnte zu einem Ausgleich
gebracht werden und überschüssige Geldmengen abgeschrieben werden.

Die anstehenden Gemeindereformen und Neubildung von regionalen
Strukturen muss in diesem Rahmen gedacht werden. Genossenschaften
und Banken sollten als grundlegende regionale Infrastruktur
angedacht und entwickelt werden. Internationale Haftungen und
spekulative Abenteuer darf es in diesem Bereich nicht mehr geben.
Ein großer Teil der Energieversorgung, der
Nahrungsmittelproduktion und des öffentlichen Verkehrs müssen in
diesen regionalen Verbund eingebracht werden.

Daher ein Aufruf an alle Bürgermeister, Bezirkshauptmänner,
Nationalräte und Landtagsabgeordnete in unserer Region: Sagen Sie
uns, was Sie vorhaben. Sie leben in einer Demokratie, wo ihre
Sprachlosigkeit einer gewissen Hemmungslosigkeit gleicht!

Quelle
http://regionaut.meinbezirk.at/grein/wirtschaft/oekologischen-einkauf-regional-umsetzen-und-finanzieren-d133753.html

Wir brauchen wieder eine echte regionale Bank

Die Kundengarantiegmeinschaft von Raiffeisen (siehe Bild: F.W.
Raiffeisen) bewirkt, anders wie der Genossenschaftsgründer gewollt hat,
dass die kleine Regionalbank im Bezirk auch für das internationale
Geschäft der Bank haften muss. In der Folge muss der Staat mit Haftungen
einspringen, um nicht die ganze Bankenstruktur in Österreich zu
gefährden. Was zum Schutz der Kunden regional geschaffen wurde, wird
jetzt auf Druck von Ratingagenturen aufs Ganze übertragen. Eine Raika
International ist daher heute "to big to fail". Die Haftungen des
Staates führen paradoxerweise zum Verlust des besten Ratings.

Wir brauchen daher wieder eine schlagkräftige regionale Bank, die vom
internationalen, "vagabundierenden" Kapital unbeeinflusst bleibt und
regionale Stärken dauerhaft ausbilden und erhalten kann. Dazu ist es
ebenso notwendig, regionale Versorger von Gütern des täglichen Bedarfs
in dieser Form zu organisieren und zu finanzieren. Sonst droht der
Verkauf von wichtigen Energieversorgern, Abfall- und Wasserentsorgern,
bzw. Wasserversorgern, nur um Budgetlöcher zu füllen.

Die Betriebe der "Daseinsvorsorge" sollten ihren Nutzern verpflichtet
sein und daher in Form einer regionalen Genossenschaft (ohne
internationale Haftungen) organisiert werden. Die AG ist dem Shareholder
verpflichtet und neigt dazu, überregionale Risiken einzugehen, um beim
großen "Spiel" dabei zu sein. In diesem Sinn ist die Raiffeisenbank
heute keine Genossenschaft mehr. Die regionalen Funktionäre sind nur
noch Marionetten der übergeordneten Stellen.

Regionalität bedeutet ebenso, wirtschaftliche Einheiten in den
Verwaltungen der Gemeinden zu formen und die regionalen Versorger mit
einer passenden Rechtsform auszustatten. Alle Bereiche der Wirtschaft
global zu denken, gefährdet unsere wirtschaftliche Selbstständigkeit.

Eine Genossenschaft dient in demokratischer Weise den Nutzern der Güter
und Dienstleistungen und vermindert Korruption, weil strategische und
operative Ebene getrennt sind. Die politische Gemeinde ist folgerichtig
nur mehr für die strategische Ausrichtung der Politik und regionalen
Wirtschaft verantwortlich und kann verkleinert werden.

Die Raiffeisengruppe müsste daher aus meiner Sicht wieder in regionale
und überregionale Einheiten geteilt werden. Die Staatshaftung sollte
dann wegfallen, auch wenn das internationale Geschäft nicht zu halten wäre.

Quelle:
http://regionaut.meinbezirk.at/grein/wirtschaft/wir-brauchen-wieder-eine-echte-regionale-bank-d132359.html

Mittwoch, 15. Februar 2012

Herr Flassbeck hat schlechte Neuigkeiten

Die Zukunft unseres Wirtschaftssystems sieht düster aus.
Falls das Denken der europäischen Politiker nicht rasch und
grundlegend ändere, werde der Euro zwangsläufig explodieren. Sagt
Heiner Flassbeck, Chefökonom der UNO-Organisation für Welthandel
und Entwicklung.

Weiterlesen auf
http://www.tageswoche.ch/de/2011_45/international/109152/

Freitag, 3. Februar 2012

Euro

2012-02-03-12-51-00

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