Dienstag, 21. Februar 2012

Scharfer Protest der ÖAW gegen Ungleichbehandlung

Laut Bericht der Tageszeitung „Der Standard“
vom 20.02.2012 wird Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle
gemeinsam mit dem niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin
Pröll noch diese Woche eine Förderzusage von Bund und Land
Niederösterreich in Höhe von 1 Mrd € für das Institute of Science
and Technology Austria (IST Austria) für die Jahre 2017 bis 2026
verkünden. Als Begründung für diese langfristige Förderung wird
auf notwendige Planungssicherheit verwiesen.

Details über die anteilige Zusammensetzung der
Finanzierung sind noch nicht bekannt. Die weit über das bis 2015
geltende Bundesfinanzrahmengesetz hinausgehende Langfristigkeit
dieser Förderzusage scheint festzustehen.

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften
(ÖAW) sieht darin eine völlig ungerechtfertigte Bevorzugung des
IST Austria, die einer gesamthaften Stärkung von Wissenschaft und
Forschung in Österreich zuwiderläuft: Universitäten und
außeruniversitären Forschungseinrichtungen wird in mit dem BMWF
abzuschließenden Leistungsvereinbarungen lediglich für Zeiträume
von drei Jahren und dies ausschließlich unter strikten, von
Evaluierungen abhängigen Bewertungen Planungssicherheit zuerkannt.
Offensichtlich wird hier mit zweierlei Maß gemessen.

Bereits dem ersten Absatz der von
Bundesminister Töchterle im vergangenen November unterzeichneten
Leistungsvereinbarung mit der ÖAW ist zu entnehmen, dass die ÖAW
als führende außeruniversitäre Forschungseinrichtung der Republik
zu halten und in dieser Position durch Schwerpunktsetzungen
auszubauen ist. Hier ist das BMWF eine klare Verpflichtung zur
entsprechenden Unterstützung der ÖAW eingegangen.

Tatsächlich steht die ÖAW durch das seitens des
BMWF zugesagte ÖAW-Globalbudget 2012-2014 unter massivem
Sparzwang, und dies trotz der anhand internationaler
Exzellenzkriterien nachgewiesenen Qualität ihrer
Forschungseinrichtungen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass
ÖAW-Forschungseinrichtungen, deren hohe wissenschaftliche
Leistungsfähigkeit und Relevanz wiederholt von international
hochkarätig besetzten Evaluierungsteams überprüft und bestätigt
wurden, dramatisch schlechter gestellt werden als das im Aufbau
befindliche IST Austria.

Der Sparzwang führt zur Schließung mancher
ÖAW-Forschungseinrichtungen. Weiters sind Übertragungen von
ÖAW-Einrichtungen an Universitäten unumgänglich und vom BMWF
ausdrücklich gewünscht. Allerdings gestalten sich gerade die
Übertragungsverhandlungen zwischen ÖAW und Universitäten äußerst
schwierig, weil auch den Universitäten für die betreffenden
Einrichtungen keine über 2015 hinausgehende Finanzierung seitens
des BMWF in Aussicht gestellt wird.

Die ÖAW protestiert aufs Schärfste gegen eine
Ungleichbehandlung durch mutwillige Amputation funktionierender
Institutionen einerseits und hohe, langfristige
Finanzierungszusagen an einen einzelnen Akteur andererseits. Ein
solches Vorgehen schwächt nicht nur die ÖAW, sondern die
Forschungslandschaft Österreich im Ganzen. „Viribus unitis“ zum
Wohl von Wissenschaft und Gesellschaft sieht anders aus!


Quelle:
Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
T +43 1 51581-1331
F +43 1 51581-1340
marianne.baumgart@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/pr

Die große Angst vor chinesischen Geschenken

Wenn China Afrika hilft, dann nur, um an die
Rohstoffe des Kontinents zu kommen - das werfen westliche
Geber Peking gerne vor

Wenn China Afrika hilft, dann nur, um an die Rohstoffe des
Kontinents zu kommen - das werfen westliche Geber Peking gerne
vor. Genau die könnten aber mitunter einiges von China lernen,
meinen Entwicklungsforscher.

Zum Artikel
http://derstandard.at/1329703135382/Entwicklungshilfe-Die-grosse-Angst-vor-chinesischen-Geschenken

Kommentar zum Artikel
Europäische Länder haben die Welt 500 Jahre ausgesaugt, die USA
200 Jahre und China baute lange vorher die Mauer und isolierte
sich und fiel zurück. Aus afrikanischer Sicht vielleicht nicht
nett, als Europäer sollte man allerdings wirklich 10x nachdenken
woher ein Teil des Wohlstandes hierzulande kommt.

Ökologischen Einkauf regional umsetzen und finanzieren

ÖkoKauf Wien ist ein gutes Beispiel, wie schon heute in öffentlichen
Institutionen mittels Kriterienkatalogen bewusst eingekauft wird.
Wien gibt jährlich rund fünf Milliarden Euro für Produkte und
Dienstleistungen aus. Dabei ist es wichtig, dass Geld immer mehr ein
"Mascherl" bekommt und nur noch für umweltfreundliche,
gebrauchstaugliche, qualitative, dem ArbeitnehmerInnenschutz
entsprechende Leistungen ausgegeben wird. Die beteiligten Menschen
gehen dann auch privat sensibler mit ihrer wirtschaftlichen Umwelt
um.


Dieses System des geplanten Einkaufes würde ich noch ausbauen, um
für grundlegende Leistungen des täglichen Gebrauchs regionale
Güter- und Geldkreisläufe zu schaffen. Diese standardisierten,
einer laufenden Qualitätskontrolle unterliegenden Abläufe geben
die Sicherheit, um in einer globalisierten Welt bestehen zu
können. Was wäre ein Griechenland mit funktionierender regionaler
Wirtschaft. Es könnte sich ohne Probleme aus dem internationalen
Handel zurückziehen und sich konsolidieren. Der irreale
Überschwang der internationalen Märkte könnte zu einem Ausgleich
gebracht werden und überschüssige Geldmengen abgeschrieben werden.

Die anstehenden Gemeindereformen und Neubildung von regionalen
Strukturen muss in diesem Rahmen gedacht werden. Genossenschaften
und Banken sollten als grundlegende regionale Infrastruktur
angedacht und entwickelt werden. Internationale Haftungen und
spekulative Abenteuer darf es in diesem Bereich nicht mehr geben.
Ein großer Teil der Energieversorgung, der
Nahrungsmittelproduktion und des öffentlichen Verkehrs müssen in
diesen regionalen Verbund eingebracht werden.

Daher ein Aufruf an alle Bürgermeister, Bezirkshauptmänner,
Nationalräte und Landtagsabgeordnete in unserer Region: Sagen Sie
uns, was Sie vorhaben. Sie leben in einer Demokratie, wo ihre
Sprachlosigkeit einer gewissen Hemmungslosigkeit gleicht!

Quelle
http://regionaut.meinbezirk.at/grein/wirtschaft/oekologischen-einkauf-regional-umsetzen-und-finanzieren-d133753.html

Wir brauchen wieder eine echte regionale Bank

Die Kundengarantiegmeinschaft von Raiffeisen (siehe Bild: F.W.
Raiffeisen) bewirkt, anders wie der Genossenschaftsgründer gewollt hat,
dass die kleine Regionalbank im Bezirk auch für das internationale
Geschäft der Bank haften muss. In der Folge muss der Staat mit Haftungen
einspringen, um nicht die ganze Bankenstruktur in Österreich zu
gefährden. Was zum Schutz der Kunden regional geschaffen wurde, wird
jetzt auf Druck von Ratingagenturen aufs Ganze übertragen. Eine Raika
International ist daher heute "to big to fail". Die Haftungen des
Staates führen paradoxerweise zum Verlust des besten Ratings.

Wir brauchen daher wieder eine schlagkräftige regionale Bank, die vom
internationalen, "vagabundierenden" Kapital unbeeinflusst bleibt und
regionale Stärken dauerhaft ausbilden und erhalten kann. Dazu ist es
ebenso notwendig, regionale Versorger von Gütern des täglichen Bedarfs
in dieser Form zu organisieren und zu finanzieren. Sonst droht der
Verkauf von wichtigen Energieversorgern, Abfall- und Wasserentsorgern,
bzw. Wasserversorgern, nur um Budgetlöcher zu füllen.

Die Betriebe der "Daseinsvorsorge" sollten ihren Nutzern verpflichtet
sein und daher in Form einer regionalen Genossenschaft (ohne
internationale Haftungen) organisiert werden. Die AG ist dem Shareholder
verpflichtet und neigt dazu, überregionale Risiken einzugehen, um beim
großen "Spiel" dabei zu sein. In diesem Sinn ist die Raiffeisenbank
heute keine Genossenschaft mehr. Die regionalen Funktionäre sind nur
noch Marionetten der übergeordneten Stellen.

Regionalität bedeutet ebenso, wirtschaftliche Einheiten in den
Verwaltungen der Gemeinden zu formen und die regionalen Versorger mit
einer passenden Rechtsform auszustatten. Alle Bereiche der Wirtschaft
global zu denken, gefährdet unsere wirtschaftliche Selbstständigkeit.

Eine Genossenschaft dient in demokratischer Weise den Nutzern der Güter
und Dienstleistungen und vermindert Korruption, weil strategische und
operative Ebene getrennt sind. Die politische Gemeinde ist folgerichtig
nur mehr für die strategische Ausrichtung der Politik und regionalen
Wirtschaft verantwortlich und kann verkleinert werden.

Die Raiffeisengruppe müsste daher aus meiner Sicht wieder in regionale
und überregionale Einheiten geteilt werden. Die Staatshaftung sollte
dann wegfallen, auch wenn das internationale Geschäft nicht zu halten wäre.

Quelle:
http://regionaut.meinbezirk.at/grein/wirtschaft/wir-brauchen-wieder-eine-echte-regionale-bank-d132359.html

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